Zeitschrift für celtische Philologie

Anschrift der Redaktion:
Am Hof 3-5
53113 Bonn
Tel.: 0228 - 73 3913
Fax: 0228 - 73 7696

  English
  1. Startseite

  2. Redaktion

  3. Geschichte

  4. Herausgeber

  5. Inhaltsverzeichnis

  6. Formblatt

  7. Bestellen

  8. Impressum

  9. Homepage der Keltologie Bonn

 

Kuno Meyer

 

Kuno Meyer, der Bruder des Althistorikers Eduard Meyer (1855-1930) wurde am 20. Dezember 1858 im Hamburg geboren. Im Alter von 16 Jahren wurde er als Gesellschafter eines Gelehrten nach Edinburgh berufen, wo er seine ersten Erfahrungen mit dem Keltischen machte.
Ab 1879 studierte er an der Universität Leipzig unter Ernst Windisch und promovierte 1884 mit seiner Doktorarbeit über Eine irische Version der Alexandersage - eine Sammlung irischer Texte zu Alexander dem Großen. Im Anschluss daran wurde er Lektor für germanische Sprachen am University College of Liverpool, wo er 1895 zum Professor ernannt wurde.

Meyer, der von Hause aus kein Keltologe sondern Germanist war, reichte 1881 seinen ersten keltischen Beitrag - Macgnímartha Find - der Revue Celtique ein. Im Laufe seiner wissenschaftlichen Arbeit befasste er sich als erster intensiv mit frühen irischen Gedichten und entdeckte während dieser Studien metrische Regeln, die vorher stets unbemerkt blieben.
1897 gab er, gemeinsam mit Ludwig Christian Stern, zum ersten Mal die neu gegründete Zeitschrift für celtische Philologie heraus, deren Herausgeber er bis 1918 blieb.

Zusammen mit John Strachan gründete Meyer 1903 die School of Irish Learning, deren Direktor er wurde, während Strachan der erste Lektor dieser Institution war. Ein Jahr nach der Gründung der Schule riefen er und Strachan die Zeitschrift Ériu ins Leben, für die Meyer bis 1914 als Herausgeber tätig war. Aufgrund seines Einsatzes für die irische Sprache wurde er von den Städten Dublin und Cork zum Ehrenbürger ernannt - ein Titel, der ihm 1914, wegen seiner prodeutschen Aussagen, die in Irland und Großbritannien auf heftige Empörung stießen, wieder aberkannt wurde.
1911 erreichte ihn der Ruf der Univeristät Berlin, die ihm den Lehrstuhl als Nachfolger Heinrich Zimmers anbot. Diesen Posten hatte er drei Jahre lang inne, bis er, nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, in die USA übersiedelte und Vorlesungen an der Columbia Univesity in New York City hielt.

1917 kehrte Meyer, zusammen mit seiner Frau, nach Deutschland zurück. Während eines Urlaubs in Leipzig starb Kuno Meyer am 11. Oktober 1919 unerwartet in einem Krankenhaus.

 





| Impressum |